Erste schnuppert Aufstiegsluft

Am letzten großen Heimspieltag vor dem Jahreswechsel konnten unsere drei beteiligten Mannschaften noch einmal groß auftrumpfen und holten insgesamt fünf Mannschaftspunkte. So souverän die Ergebnisse teils auch ausfielen - zwischenzeitlich standen einige Begegnungen doch arg auf der Kippe oder sogar schlechter für uns. Bange Momente hatte z.B. Bernd Brendemühl als Mannschaftsführer der Ersten zu überstehen, war sein Team doch nur zu siebent angetreten.

Gegen das Tabellenschlusslicht aus Huckarde ging der FS 98 eigentlich als Favorit in den Mannschaftskampf, doch unvermutet kam Igor Khess mit Weiß spielend im Jänisch-Gambit seines Gegners ins Hintertreffen, und auch Udo Jost schien seinen vorgepreschten h-Bauern zunächst vergebens auf die Reise geschickt zu haben. Aber der konnte sich dann doch bis zur zweiten Reihe des Gegners durchbeißen und dort auch noch Matt setzen! Auch Igor gelang es, seinen h-Bauern gewinnbringend durchzubringen und schließlich mit der frischen Dame den schwarzen Monarchen mitten auf dem Brett einzufangen.

 

Überhaupt ging keine einzige gespielte Partie für unsere Erste verloren und am Ende stand bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ein 6:2 zu Buche. Schöner Nebeneffekt des sonntäglichen Erfolgs ist der zweite Tabellenplatz unserer Verbandsklassemannschaft, der mindestens bis zum 22. Januar - dem vorgezogenen Termin der nächsten Runde - Bestand haben wird.

Nicht ganz so rund lief es für unsere Vierte in der Bezirksklasse, die sich ebenfalls mit einem Team von Huckarde-Westerfilde auseinandersetzen musste. Käptn Rudi Dieckmann musste für zwei Bretter Ersatz organisieren und fand ihn in Klaus Collisy und Helmut Pauli - gute Besserung von dieser Stelle aus an unseren Schachfreund Dieter Gerke! Sowohl Rudi als auch Klaus lösten ihre Aufgaben mit einem Remis, das gleiche Ergebnis steuerten Werner Nettbohl und Lothar Völler bei. Zum Zwischenstand von 3:3 kam es durch Sascha Mihajlovs Partiegewinn, während Helmuts König zuerst in der Mitte fest- und dann Matt gesetzt wurde. Die Partien von Christoph Rzoczek und Otto Winkler mussten also die Entscheidung bringen, und da sah es gar nicht mal so gut aus. Doch Ottos Gegner verpasste die Chance auf einen viel versprechenden Bauernvorstoß im Zentrum und Christoph durfte sich glücklich schätzen, nicht gleich eine ganze Figur abgeknöpft zu bekommen. Beide konnten also mit dem jeweils vereinbarten Remis zufrieden sein, womit auch der Mannschaftskampf unentschieden 4:4 endete.

Schachuhr im WestfalenkollegDie längste Partie des Abends spielte Jürgen Mokros im parallel laufenden Duell der dritten Mannschaft mit Marten-Bövinghausen: Um 19.55 Uhr wurden die Notationsformulare unterzeichnet und damit der Punktgewinn für Jürgen amtlich. Damit stand auch das Endergebnis von 5:3 fest, ein Resultat, das so deutlich nicht zu erwarten war, gut aber auch noch ein bisschen höher für unser um Heimaturlauber Ralf Erkelenz am Spitzenbrett verstärktes Team hätte ausfallen können. Routinier Eugen Tautz hatte nämlich seinen nominell stärkeren Gegner glatt überspielt und steuerte mit einer Mehrqualität auf ein leicht besseres Endspiel zu, als seine Partie einen Zug vor Zeitkontrolle jäh durch das fallende Blättchen beendet wurde - Verlust durch Zeitüberschreitung! Auch Bogdan Kawka und Herrmann Rudolf mussten sich mit gut 200 DWZ-Punkten stärkerer Gegnerschaft auseinandersetzen, konnten ihre Partien jedoch ungefährdet in den Remishafen steuern. Vor der oben erwähnten letzten Partie des Kampfes gelang es noch Joachim Sonntag mit seinen aktiven Türmen ein undeckbares Matt anzudrohen und durch seinen Sieg zumindest schon einmal einen Mannschaftspunkt gesichert zu haben. Das brachte letztlich Jürgens Gegner in die unangenehme Situation, auch mit einem Remis seiner Mannschaft nicht mehr helfen zu können, woraufhin er sogar ein sicheres Dauerschach verwarf, in Nachteil geriet und der ganze Punkt dann eben an Jürgen ging.
Alles in allem also ein überaus erfolgreicher Jahresausklang für unsere Mannschaften und eine gute Voraussetzung für unbeschwerte Winterferien - auf ein gute Fortsetzung im Neuen Jahr!

Zu den Einzelergebnissen:

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