Mit roher Gewalt zum Klassenerhalt ...

... war nicht das Motto unserer Vierten, die am gestrigen Sonntag im Westfalenkolleg die Gäste aus Huckarde-Westerfilde 3 empfing, den Tabellenletzten der Bezirksklasse. In dieser letzten Runde der Saison ging es für uns zwar darum, unbedingt zu gewinnen - jedoch mit ausschließlich geistigen Mitteln! Nach einer frühen Führung durch Siege an den Brettern 6 und 8 durch Helmut Pauli und meine Wenigkeit wurde der Erfolgs-Zug zunächst durch einen Partieverlust von Rudi Dieckmann vorübergehend ausgebremst. Doch bald konnte Lothar Völler am ersten Brett seinen deutlich DWZ-stärkeren Gegner mit seinen beiden Springern so schwindlig spielen, dass dieser seinem König dessen einzig verbliebenes Fluchtfeld blockierte und einen Zug vor einem sehenswertem Zweispringermatt aufgab. An Brett 4 geriet die Partie von Sascha Mihajlov immer mehr zu einen offenen Schlagabtausch, aus dem Sascha schließlich nach beiderseitigen Zügen im Schnellschachmodus trotz jeweils ausreichender Zeit als Sieger hervorging - wegen zweier nicht aufzuhaltender verbundener Freibauern. Nach dem Remis von Christoph Rzoczek und dem Partieverlust von Dieter Gehrke war die Begegnung für uns gewonnen. In der letzten Partie des Nachmittags drang Otto Winkler mit seinem c-Bauern bis zur gegnerischen Grundreihe vor und entschied die Partie nach noch längerer Gegenwehr für sich. Gegen 18.30 Uhr fand der Mannschaftskampf mit dem Endstand von 5,5 zu 2,5 für den FSV 4 sein erwartungsgemäß unblutiges Ende.
Unserem direkten "Abstiegskonkurrenten" DSV 3 dagegen gelang gegen Brackel 6 kein Punktgewinn, so dass wir im letzten Moment mit 8 zu 7 Mannschaftspunkten in der Tabelle die Nase vorn haben und dort auf dem viertletzten Platz dem Verlauf in den oberen Ligen in den nächsten Wochen entgegen fiebern. Wird es für die Vierte eine weitere Saison in der Bezirksklasse geben oder erliegt sie - frei nach Heinz G. Konsalik - dem "Lockruf der Kreisliga"? Eine Frage, die sich für unsere Dritte nicht mehr stellt, denn trotz ihrer heutigen Auswärts-Niederlage gegen Brackel 7 mit 1,5 zu 6,5 liegt sie mit 9 Mannschaftspunkten auf einem wohl sicheren sechsten Tabellenplatz.

Zu den Einzelergebnissen:

 

Oberhausen war die Reise wert

Bei dem am Ostermontag beendeten Oster-Open des Oberhausener SV nahmen mit Christoph Lauche und mir auch zwei Mitglieder des FS 98 teil. Weitere Spieler von Matt Inn und SC Hansa komplettierten die kleine Dortmunder Delegation, zudem traf man auch auf manch von Dortmunder Turnieren her bekannte Spieler.

Christoph am BrettDas 7-rundige Turnier war mit einigen Titelträgern (u.A. die GMs Levin und Hausrath von Mülheim und Vlastimil Hort vom ausrichtenden OSV) gut bestückt, die ersten 63 der Setzrangliste wiesen außerdem eine Wertungszahl oberhalb der 2000 aus, doch ausgelobte Ratingpreise machten die Teilnahme auch für weniger starke Teilnehmer interessant. Davon abgesehen wurden die insgesamt 177 Teilnehmenden vom ehrenamtlichen "Kantinen-Team" des OSV bestens versorgt (täglich frisch gebackener Kuchen!), die Spielbedingungen in der Fasia-Jansen-Gesamtschule waren gut bis sehr gut und die Schiedsrichter agierten souverän und geräuschlos.

Natürlich läuft bei so einer Veranstaltung nicht alles ganz rund, so war die Auslosung zur ersten Runde etwas holprig und in der letzten Runde wurden versehentlich bereits zurückgetretene Spieler mit ausgelost, auch ist die Sortierung von ELO-losen Teilnehmern ans Ende der Setzrangliste nicht ganz glücklich, zumal wenn dort dann Spieler mit einer DWZ über 2000 auftauchen. Insgesamt überwiegen jedoch die Eindrücke von netter Atmosphäre und guter Stimmung, der Termin 2018 ist jedenfalls in meinem persönlichen Turnierkalender schon vorgemerkt.

Ach ja, Schach gespielt wurde auch, und gar nicht schlecht: Christoph erreichte 4 aus 7 und kam auf den zehnten Rang in seiner Ratinggruppe bis 1951, ich erreichte einen halben Punkt weniger und blieb - auch wegen einer kampflos gewonnenen Partie - damit etwas unter dem Soll. Alle Ergebnisse, Berichte, Fotos und vorläufige DWZ-Auswertung über die Homepage des Oberhausener Schachvereins: osv1887.de

Foto: Veranstalter 

An unsere fünfte Mannschaft

Liebe Mannschaftskameraden!

Ich möchte mich auf diesem Wege bei Stefan Wangrin und Abdullah Alghawi fürs Eindecken der Tische im Vorfeld unseres gestrigen Heimkampfes bedanken. Beide haben damit einen wichtigen Beitrag geleistet zum reibungslosen und harmonischen Funktionieren unseres Mannschaftskampfes. Ebenso geht mein Dank an Michael Schulz-Runge, der mich gestern freundlicherweise als Mannschaftsführer vertreten hat! Meinen Mannschaftskameraden, die gestern diesen sehr überraschenden Sieg gegen den Favoriten Brackel 8 erreicht haben, möchte ich meinen Respekt zollen und meinen Dank sagen für ihre tolle Leistung am Brett, die für mich ein sehr schönes Geschenk zu meinem 60. Geburtstag am gestrigen Spieltag war.

Liebe Grüße,

Klaus

Strahlende Sieger im Westfalenkolleg

Nichts für schwache Nerven war der Kreisligakampf unserer Fünften gegen den Aufstiegsaspiranten Brackel VIII am gestrigen Sonntag. Als Vertretung für den verhinderten Klaus Collisy durfte ich die glänzend auf- und eingestellte Mannschaft während des Heimspiels als Mannschaftsführer betreuen und mich bereits nach meiner ersten Tasse Kaffee - da waren gerade 17 Züge gespielt - über den ersten Punkt für uns freuen: Reiner Schläger hatte seinem Gegner bereits in der Eröffnung eine Figur abgeluchst, die geöffneten Zentrallinien und ein ins Freie gezerrter König stellten zusätzliche Argumente für die frühe Aufgabe dar.

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Zweite knöpft Tabellenführer Punkt ab

Schon vor Spielbeginn im Westfalenkolleg war klar, dass dies ein ganz schweres Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Brackel werden würde. Der Ausfall von drei Stammspielern war nicht sinnvoll zu kompensieren, weshalb der Punkt am ersten Brett bereits nach einer halben Stunde kampflos abgegeben wurde. Doch die sich durch die nötige Ersatzgestellung ergebenden Spielpaarungen erwiesen sich in der Praxis als günstig für uns, zumal auch Brackel Ausfälle verkraften musste. So gelang mir bereits nach knapp 100 Minuten Gesamtspielzeit ein Figurengewinn bei besserer Stellung, die Gewinnführung wollte sich mein Gegner nicht mehr zeigen lassen, Ausgleich zum 1:1.

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